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Erdölförderung in der Region

Information zu weiteren Anträgen der Fa. Wintershall

Die Firma Wintershall hat beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) folgende Anträge eingereicht:

1. Erweiterung des Erlaubnisfelds „Engelsberg“
Die Öl- und Gasförderung im Erlaubnisfeld „Engelsberg“ wurde zwischen 1985 und 1995 betrieben. Bis zur Aufgabe des Felds wurden konventionell insgesamt 61.881 t Öl und 91 Mio m³ Erdgas aus einer Tiefe von ca. 1.500 m unterhalb der Gelände-kante gefördert. Mit Entscheidung des LGRB vom 06.08.2013 wurde der Fa. Wintershall die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlewasserstoffen (Erdöl und Erdgas) zu gewerblichen Zwecken erteilt. Bei diesem Verfahren ging es um die erneute „Reservierung“ des Erlaubnisfelds „Engelsberg“ für die Fa. Wintershall bis zum 31.07.2016 sowie die Erlaubnis zur Auswertung von vorliegenden Daten. Weitergehende Tätigkeiten, z.B. Messungen, Vorortbegehungen oder Bohrungen sind nicht Bestandteil der Erlaubnis. Der Gemeinderat der Stadt Bad Wurzach hat in seiner öffentlichen Sitzung am 28.02.2013 über den Antrag beraten und unter der Voraussetzung, dass keine Nachteile für die Bevölkerung, die Wasserversorgung und andere Schutzgüter (Naturschutzgebiete) entstehen, keine Bedenken erhoben. Inhalt des nun vorliegenden Antrags ist die Erweiterung des Erlaubnisfelds von ca. 27,5 km² auf ca. 63 km².

2. Erweiterung und Verlängerung des Erlaubnisfelds „Tannheim“
Im Erlaubnisfeld „Tannheim“ befinden sich zwei Altfelder (Oberschwarzach 1978-1994 und Mönchsrot 1958-1995), in denen insgesamt 1.630.000 t Erdöl gefördert wurden. Die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlewasserstoffen (Erdöl und Erdgas) zu gewerblichen Zwecken im Feld „Tannheim“ endet am 30.09.2015. Auch diese Erlaubnis beinhaltet nur die Auswertung vorhandener Daten. Die Fa. Wintershall möchte diese Erlaubnis um drei Jahre verlängern, und das Erlaubnisgebiet von ca. 127 km² auf ca. 148 km² vergrößern.

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3. Durchführung von seismischen Messungen
Die geplante 3D-Seismik soll ein genaues, dreidimensionales Abbild der geologischen Schichten liefern und eine bessere Charakterisierung der potenziellen Lagerstätten erlauben. Ab September sollen die Messvorbereitungen vor Ort beginnen, der Start der Seismik ist direkt im An-schluss daran geplant. Insgesamt sollen die Messarbeiten im ganzen Gebiet etwa fünf Monate dauern, an einzelnen Orten jedoch immer nur wenige Tage. Die Arbeiten sollen im Februar 2016 beendet sein, vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit. Die Messung wird größtenteils mit dem so genannten VibroSeis-Verfahren durchgeführt. Dabei werden Linien mit einem Abstand von 300 bis 400 m definiert und entlang dieser Linien Geophone ausgelegt. Die Geophone nehmen Signale auf, die von den VibroSeis-Fahrzeugen entsendet werden. Hierfür kommt eine Flotte von drei VibroSeis-Fahrzeugen zum Stehen und emittiert über eine Standplatte das seismische Signal mit Frequenzen zwischen etwa sechs und 120 Hertz für zehn Sekunden. Die Geophone nehmen die Signale auf und liefern die Daten an einen Messwagen. Die VibroSeis-Fahrzeuge kommen im Regelfall nur auf befestigten Wegen zum Einsatz. Zur Messung in Gebieten mit Bebauung kommt ein einzelnes, kleineres VibroSeis-Fahrzeug zum Einsatz. In bewohnten Gebieten werden generell im Umfeld der Vermessungen, Schwinggeschwindigkeitsmessungen nach DIN4150 durchgeführt, um Schäden an Gebäuden auszuschließen. Grundstücke dürfen nur nach vorheriger Erlaubnis durch die Eigentümer betreten werden. Mit betroffenen Eigentümern wird rechtzeitig Kontakt aufgenommen und der Messpunkt zeitnah angekündigt. Nach Abschluss der Messungen werden die Daten bearbeitet, interpretiert und ausgewertet. Mit einem detaillierten Simulationsmodell wird das förderbare Volumen an Reinöl berechnet und die Wirtschaftlichkeit der Wiedererschließung geprüft. Der Einsatz von Fracking wird ausgeschlossen.

 

Weiterführende Links und Informationen: