Skip to navigation Skip to content

News/Wichtige Ereignisse

Hier geht's zu Gäste & Freizeit

News/Wichtige Ereignisse

Hier geht's zur Stadtinfo

News/Wichtige Ereignisse

Hier geht's zu Veranstaltungen

News/Wichtige Ereignisse

Hier geht's zu News

News/Wichtige Ereignisse

Hier geht's zu Bürger & Wirtschaft

Friedrich-Schiedel-Literaturpreis - News/Wichtige Ereignisse

 

Arno Geiger wird nächster Preisträger des Friedrich-Schiedel-Literaturpreises – Verleihung erfolgt 2021 (Juli 2020)

Der mit 10.000 Euro dotierte „Friedrich-Schiedel-Literaturpreis“ wird alle zwei Jahre vergeben. Als kommenden Preisträger hat die Jury der Stiftung den österreichischen Autor Arno Geiger und seinen 2018 erschienenen geschichtlichen Roman „Unter der Drachenwand“ im Kontext des zweiten Weltkriegs ausgewählt. Angesichts der derzeitigen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird die ursprünglich für September geplante Preisverleihung allerdings erst im kommenden Jahr stattfinden.

Der Friedrich-Schiedel-Literaturpreis zeichnet Werke aus, die Inhalte der Geschichte des deutschsprachigen Raumes seit etwa 1715 einem breiten Leserkreis menschlich bewegend und in würdiger, literarisch wertvoller Form nahebringen. Der Preis verbindet damit Geschichtswissenschaft und Literatur und ist mit dieser Zielsetzung einmalig in Deutschland. „Das Buch zeichnet sich aus durch eine besondere literarische Leistung, da die Erzählperspektive der damaligen Zeit entspricht und nichts von späteren Erkenntnissen aus heutiger Zeit vorweggenommen wird“, begründet die Jury unter anderem die Auszeichnung von Arno Geiger.

Die mit Literatur- und Geschichtswissenschaftlern sowie Personen des öffentlichen Lebens besetzte Jury unter Vorsitz des in München ansässigen Rechtsanwalts Dietrich von Buttlar hatte sich einstimmig für „Unter der Drachenwand“ entschieden. Dieses Werk, bei dem ein kriegsversehrter Heimkehrer im Jahr 1944 im Mittelpunkt steht, der sich zurückzieht und versucht, die Kriegserlebnisse zu verarbeiten, entspreche der im Geiste Friedrich Schiedels geforderten Literatur vollumfänglich. Die Jury habe dabei insbesondere die Authentizität des „Anti-Kriegs-Romans“ überzeugt.

Der in Vorarlberg geborene und in Wien und Wolfurt lebende freie Schriftsteller hat Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und Wien studiert und war unter anderem von 1986 bis 2002 bei den Bregenzer Festspielen als Ton- und Videotechniker tätig. Neben seinem mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis prämierten Werk hat er zahlreiche weitere Bücher geschrieben, darunter Werke wie die Romane "Es geht uns gut" (2005) und "Alles über Sally" (2010) oder den autobiographischen Bericht "Der alte König in seinem Exil" (2011). Für sein literarisches Wirken wurde der Autor bereits mehrfach ausgezeichnet - beispielsweise mit dem Joseph-Breitbach-Preis 2018, dem Alemannischen Literaturpreis 2017, dem Friedrich Hölderlin Preis 2011 oder dem Deutschen Buchpreis 2005.

„Geplant war die Verleihung des Literaturpreises eigentlich im Bad Wurzacher Kurhaus am Kurpark für den 27. September“, so Bürgermeisterin Alexandra Scherer. Leider habe sich schon seit Wochen abgezeichnet, dass die Veranstaltung nicht in üblichem Rahmen hätte stattfinden können. „Dichtgedrängte Bühne mit klangvollen Stücken von der Stadtkapelle – vollbesetzter Saal mit zahlreichen Gästen – das sind alles Dinge, die zurzeit einfach nicht vorstellbar sind“. Trotzdem habe man bis zuletzt mit einer endgültigen Entscheidung abgewartet.

Unter anderem nach Bedenken aus der Jury, die schon allein mit Vertretern aus München, Graz, Fulda oder Bonn aus einem weitläufigen Raum zusammengekommen wären, sei man zum Schluss gelangt, dass mit einer Verschiebung ins nächste Jahr die Chance auf einen würdigeren Rahmen für die Verleihung gewahrt werden kann. „Wir hätten ansonsten nur einen recht kleinen Kreis an geladenen Gästen mit einbeziehen können“, so Bürgermeisterin Scherer weiter. Stattfinden soll die Verleihung nun voraussichtlich am Sonntag, den 26. September 2021. „Wir hoffen, dass wir dann auch wieder den üblichen Rahmen mit Autorenlesung, Vorträgen an den Schulen usw. bieten können“.
Seit 1983 wird der Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach im zweijährigen Rhythmus verliehen. Er wurde 1982 vom Unternehmer Senator e.h. Friedrich Schiedel seiner Heimatstadt Bad Wurzach gestiftet. Schiedels Anliegen war es, einen Preis für Geschichtsschreibung in literarisch wertvoller Form auszuloben. Arno Geiger ist mittlerweile der 20. Preisträger und folgt damit Persönlichkeiten wie Brigitte Hamann, Wibke Bruhns, Gustav Seibt, Günter de Bruyn, Golo Mann, Helmut Schmidt oder dem zuletzt ausgezeichneten Wolfgang Brenner.

 

Stadt und Stiftung trauern um Wibke Bruhns (Juni 2019)

Im Alter von 80 Jahren ist im Juni 2019 die 2006 mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis ausgezeichnete Wibke Bruhns verstorben. Wibke Bruhns ging als erste deutsche Nachrichtensprecherin in die Geschichte des ZDF ein. Darüber hinaus arbeite sie als Journalistin für andere Medienhäuser wie etwa dem „Stern“ oder auch WDR. Den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach erhielt sie 2006 für Ihr Buch "Meines Vaters Land - Geschichte einer deutschen Familie" (Ullstein Buchverlage GmbH, Econ, Berlin 2004).

 

Aktueller Preisträger (September 2018)

Wolfgang Brenner ist der Preisträger der letzten Preisverleihung 2018 mit seinem Buch "Zwischen Ende und Anfang - Nachkriegsjahre in Deutschland" (DTV-Verlag München, 2016). Weitere Informationen finden Sie unter mehr

 

Stadt und Stiftung trauern um Brigitte Hamann (Oktober 2016)

Im Alter von 76 Jahren ist Anfang Oktober 2016 die 1998 mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis ausgezeichnete deutsch-österreichische Historikerin Brigitte Hamann verstorben. Brigitte Hamann war bei Fachleuten wie normalen Lesern mit ihren Werken sehr beliebt. Die Historikerin hat sich in ihrem Schaffen insbesondere mit Studien über die Habsburger, die frühen Jahre Adolf Hitlers oder eine Biografie über Bertha von Suttner einen Namen gemacht. Die in Essen geborene Autorin hatte Germanistik und Geschichte studiert und arbeitete viele Jahre bei der Deutschen Presseagentur. Mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach wurde sie 1998 für ihr Werk „Hitlers Wien - Lehrjahre eines Diktators“ ausgezeichnet.

 

Nachfolge Juryvorsitz (Juni 2015)

In der Sitzung vom 15. Juni 2015 hat der Gemeinderat der Stadt Bad Wurzach Dietrich von Buttlar zum neuen Juryvorsitzenden des Friedrich-Schiedel-Literaturpreises als Nachfolger des Ende 2014 verstorbenen Graf Alois von Waldburg-Zeil berufen. Drei Mitglieder der Jury werden vom Gemeinderat der Stadt Bad Wurzach für jeweils fünf Jahre gewählt. Zwei weitere Mitglieder sollen Schriftsteller, Literaturkritiker, Hochschullehrer oder Persönlichkeiten aus dem Verlagswesen sein und werden vom Stifter berufen. Vorsitzender der Jury war ursprünglich der Stifter Friedrich Schiedel. Nach § 9 der Stiftungssatzung wird seit dessen Tod der Nachfolger jeweils vom Gemeinderat der Stadt Bad Wurzach auf Vorschlag des Stiftungsvorstands gewählt.
Auf Vorschlag von Vorstand und Jury wurde der in München lebende Dietrich von Buttlar nun zum neuen Vorsitzenden und als Mitglied der Jury berufen. Von Buttlar ist nach Auffassung der Verantwortlichen aufgrund seiner belesenen Art hervorragend für die Aufgabe geeignet. Er ist neben seiner Tätigkeit als Anwalt in wichtigen Funktionen im Verlagswesen aktiv tätig, beispielsweise als Aufsichtsrat des Hanser-Verlags, einer der bekanntesten Verlage in Deutschland. Auch ist er der Stadt, insbesondere der Stiftung Friedrich-Schiedel-Literaturpreis, in besonderer Weise verbunden und kennt die Geschichte des Literaturpreises von Beginn an.
Von Buttlar tritt damit die Nachfolge von Graf Alois von Waldburg-Zeil an, der im Dezember vergangenen Jahres verstorben ist. Graf von Waldburg-Zeil war seit 1988 Mitglied und seit 1990 Vorsitzender der Jury der Stiftung Friedrich-Schiedel-Literaturpreis und hat damit an der Auswahl von 14 Literaturpreisträgern, davon 12 als Vorsitzender, mitgewirkt. Durch seine diplomatische, ausgleichende, aber stringent führende Art als Vorsitzender hatte er über fast 25 Jahre hinweg wesentlich dazu beigetragen, die prominent besetzte Jury immer wieder zu einstimmigen Beschlüssen zu führen.