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Historischer Stadtrundgang ist überarbeitet

Nachdem die Stadt seit vergangenem Jahr mit neuem Logo und Erscheinungsbild nach außen auftritt, wurde nun zuletzt auch der historische Rundweg in der Innenstadt von Bad Wurzach erneuert. An insgesamt 27 Gebäuden und Standorten finden Gäste und Interessierte Informationen über die Zeitgeschichte der jeweiligen Örtlichkeiten.

„Der historische Stadtrundgang an sich ist nichts Neues“, berichten Leiterin Johanne Gaipl und Margit Rock von der Bad Wurzach Info. Bereits seit den 90er-Jahren habe es dieses Angebot für Touristen, Kurgäste und Einheimische gegeben. „Allerdings waren zuletzt viele der ursprünglichen Schilder entweder kaum noch zu entziffern oder gar nicht mehr lesbar. Mit der Überarbeitung wollten wir aber warten, bis das neue Corporate Design feststeht“.

Rund ein Jahr nach der Einführung des neuen Logos konnte nun unter tatkräftiger Mithilfe von Stadtführer Peter Koerver und Stadtarchivar Michael Wild der neue Historische Stadtrundgang unter dem Titel „natürlich.sehenswert“ fertiggestellt werden. „Für uns alle war spannend, wie viele Besonderheiten es tatsächlich vor Ort gibt und dass sich bei den Recherchen teilweise auch neue Erkenntnisse zur Wurzacher Geschichte ergeben haben“, berichten die Beteiligten übereinstimmend. So sei Stadtarchivar Michael Wild beispielsweise in Zusammenhang mit der Seelenkapelle neben der Stadtpfarrkirche fündig geworden, dass der damalige Stifter Stadtpfarrer Johann Nepomuk von Kolb nicht nur hochgebildeter Geistlicher sondern auch angesehener Naturwissenschaftler gewesen sein muss, nachdem dieser Mitglied der Leopoldina, der deutschen Akademie für Naturforscher, war.

Bei der Überarbeitung des Rundwegs in Zusammenarbeit mit der Gruppe Drei, die auch das Corporate Identity für die Stadt entwickelt hat, wurden sämtliche Tafeln erneuert und auch ein komplett neuer Flyer mit Informationen zu den einzelnen Stationen entwickelt, der ein selbständiges Ablaufen des Rundwegs erleichtert. Hergestellt wurden die Schilder von der Firma PC Werbedesign aus Bad Wurzach, aufgestellt wurden diese durch den städtischen Bauhof.

„Im Zuge der Erneuerung der Tafeln haben wir auch die Inhalte der Tafeln überarbeitet und einige nicht ganz korrekte Beschreibungen verbessert“. Zum Beispiel gab es im Bereich des früheren „Unteren Tores“ bislang die Information, dass das Bauwerk aus Gründen der Verkehrsführung in den 1940er-Jahren abgerissen worden sei. Tatsächlich war dies aber nicht eigener Wunsch oder Entscheidung der Wurzacher, sondern geschah damals auf Forderung der deutschen Heeresleitung, deren Panzer das Tor auf einer strategischen Durchgangsroute nicht passieren konnten. Mit dem „Ehemaligen städtischen Moorbad“ in der Parkstraße, das historisch betrachtet erster Standort des heutigen städtischen Kurbetriebs war, ist außerdem eine neue Station in den Rundweg aufgenommen worden.

(Foto: Margit Rock, Peter Koerver, Johanne Gaipl und Michael Wild präsentieren vor der „Seelenkapelle“ den neuen Flyer)