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Innovativ unterwegs - Bauhof setzt neues System für Straßenkontrollen ein

Stadtbaumeister Matthäus Rude und Gebhard Knoll überzeugen sich gemeinsam mit Dirk Fietkau vom städt. Baubetriebshof über die Qualität des neuen Systems

Die richtige Wahrnehmung von Verkehrssicherungspflichten ist neben dem Bau und der Sanierung von Straßen und Gebäuden ein wichtiges Thema für Bauamt und Baubetriebshof. Zur Optimierung dieser Aufgabe wird die Stadt künftig eine eigens dafür über das Ingenieurbüro Fassnacht aus Arnach entwickelte „Straßenkontroll-App“ einsetzen.

„Seit vergangener Woche ist das entsprechende System im Einsatz“, berichtet Stadtbaumeister Matthäus Rude. „Über ein kleines, mobiles Tablet erfolgt die Eingabe von Kontrollberichten und Schadensfällen direkt unterwegs durch extra geschulte Mitarbeiter des Bauhofs.“ Diese könnten im System neben Hinweisen, wann welche Strecken kontrolliert wurden, direkt auch mit genauer Ortsangabe, Foto und Informationstexten festgestellte Schäden aufnehmen, die dann über das System in den Datenbestand der Stadt im Geodateninformationssystem (GIS) übernommen werden.

Über die App werde zudem direkt bei der Aufnahme von Schadensfällen eine Klassifizierung nach Dringlichkeit, Möglichkeit der Erledigung durch den Bauhof selbst oder weitere Vergabe der Schadensbehebung an externe Baufirmen vorgenommen. „Dies erleichtert die weitere Abarbeitung festgestellter Schäden erheblich, da wir die aufgenommenen Informationen direkt den jeweiligen Aufträgen zur Behebung anfügen können“, ergänzt Gebhard Knoll vom Fachbereich Bauen und Gebäudemanagement, der an der Entwicklung des Pilotsystems intensiv mit beteiligt war. „Gleichzeitig haben wir künftig sämtliche Kontrollen, festgestellte Schäden und auch deren Behebung systematisch und übersichtlich im GIS dokumentiert“.

Dirk Fietkau vom städtischen Baubetriebshof, der in den vergangenen Tagen beispielsweise im Bereich von Arnach mit der App schon selbst unterwegs war, zeigt sich ebenfalls begeistert. „Das System ist logisch aufgebaut, einfach zu bedienen und erleichtert entsprechende Kontrollgänge erheblich“. Dennoch bleibe die Aufgabe bei insgesamt rund 390 Kilometern Straßen, Wegen und Plätzen, die in der Verantwortung der Stadt liegen, auch künftig eine große Aufgabe. „In Augenschein nehmen und entscheiden, was zu tun ist – beispielsweise bei Gefahr im Verzug auch ganz schnell selbst Maßnahmen treffen – müssen wir natürlich auch weiterhin“.

Auf Grundlage der regelmäßigen Kontrollen und erfassten Daten werde dann vom Tiefbauamt in der Folge ein Sanierungsprogramm erstellt und je nach Dringlichkeit umgesetzt. Stadtbaumeister Rude dämpft dabei Erwartungen, dass mit dem neuen System zeitnah alle Straßen in einen „1A-Zustand“ versetzt werden. „Es geht bei den Kontrollen in erster Linie um die Verkehrssicherungspflicht, nicht um Schönheitsreparaturen“. Angesichts der Größe der Gemeinde und der Vielzahl an Straßen müsse man so realistisch bleiben, dass nicht jeder Bereich auf dem neuesten Stand sein könne. Und natürlich könnten auch weiterhin Bürgerinnen und Bürger relevante Schäden selbst melden, da man mit den Kontrollen nicht überall gleichzeitig sein könne.

Die Stadt Bad Wurzach ist erste Gemeinde in der Region, die das neu entworfene System in dieser Form einsetzt, weitere Gemeinden hätten aber ebenfalls die Nutzung der App in Planung. „Mein besonderer Dank gilt Gebhard Knoll sowie dem Ingenieurbüro Fassnacht für die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung“, so Rude. Das Projekt habe durchaus einige Mühe in der Vorbereitung gekostet, man habe jetzt aber einfach auch ein gutes System.