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Jugendarbeit: "Ausgebremst" ja - aber kein "Weniger" an Aufgaben und Zielen

Auch Markus Brandstetter sah sich zuletzt angesichts der Corona-Pandemie vielen neuen Herausforderungen gegenüber: Treff im Schulzentrum geschlossen – Jugendhearing verschoben – zeitweise kaum direkte Kontakte zu Jugendlichen möglich. Der Jugendbeauftragte der Stadt hat die Zeit genutzt, um konzeptionell in verschiedenen Fragen weiterzukommen.

Nach seinem Start als Jugendbeauftragter im November des vergangenen Jahres sei zunächst alles sehr rasant verlaufen. Nach einer kurzen Phase des Kennenlernens von Akteuren vor Ort und in der Raumschaft sei es sofort konzeptionell gemeinsam mit der Firma Werwolf Media mit der Vorbereitung des Jugendhearings losgegangen, dessen Umsetzung Anfang März im Gemeinderat näher vorgestellt wurde.

Auf Basis der Ergebnisse aus dem Hearing, das eigentlich Ende März stattfinden sollte, erhoffte sich Brandstetter wichtige Impulse für die konkrete Jugendarbeit der nächsten Jahre. „Wir waren entsprechend natürlich alle sehr enttäuscht, dass das Hearing in der geplanten Form dann wegen Corona nicht stattfinden konnte.“ Dies solle aber natürlich keineswegs das Ende des Prozesses sein, er habe die Zeit der letzten Monate vielmehr genutzt, konzeptionelle Alternativen und auch eine Basis für die künftige offene Jugendarbeit zu entwickeln.

„Das Jugendhearing soll nun in digitaler Form nachgeholt werden, nachdem größere öffentliche Veranstaltungen voraussichtlich noch länger nicht oder nur unter deutlich erschwerten Bedingungen möglich sein werden“. Ein genaues Datum für das Online-Jugendhearing könne er aber noch nicht nennen, da derzeit hierfür zunächst eine Homepage aufgebaut und insbesondere datenschutzrechtliche Fragen noch geklärt werden müssten. „Wir hoffen aber, dies noch im laufenden Jahr umsetzen zu können, da das Thema den Kindern und Jugendlichen vor Ort sehr wichtig ist“.

Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung habe daneben auch die tägliche Arbeit viele Herausforderungen mit sich gebracht. „Ein kleines Beispiel ist die Wiedereröffnung des Skaterplatzes unter Corona-Bedingungen“, berichtet Brandstetter. „Hier mussten beispielsweise Berechtigungsscheine entworfen und ausgegeben, Anmeldungen entgegengenommen, Nutzungsbedingungen kommuniziert und die Einhaltung der Regelungen kontrolliert werden – das waren richtig viele Telefonate und Einzelgespräche allein bei diesem Thema“. Umso mehr würde ihn freuen, dass immerhin rund 20 Kinder und Jugendliche mittlerweile das Angebot wieder regelmäßig nutzen würden.

Einbringen werde er sich zudem beim bevorstehenden Sommerferienprogramm mit einem Angebot für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. „In diesem Altersspektrum gab es bislang kein besonderes Programm“, so der Jugendbeauftragte. „In Absprache mit dem Fachbereich Bildung/Betreuung/Kultur wollen wir dies in der Zukunft sukzessive auch weiter ausbauen“.

Ansonsten stehe er in regem Austausch mit den Jugendbeauftragten anderer Städte und Gemeinden sowie Vereinen und Ansprechpartnern vor Ort. Damit habe er sich bereits ein sehr gutes Netzwerk für die bevorstehenden Aufgaben geschaffen, um Ideen vom aktiven Jugendrat bis hin zur offenen Jugendarbeit mit Neuausrichtung des Jugendtreffs dann im Weiteren umsetzen zu können. „Wer Anliegen oder Fragen zur Jugendarbeit hat, darf sich gerne auch bei mir direkt melden“. Markus Brandstetter ist hierfür regelmäßig nachmittags zwischen 13:30 Uhr und 17 Uhr von Montag bis Freitag im Amtshaus (Büro 209 im zweiten Stock) in der Mühltorstraße persönlich oder unter Tel.: 07564/302-177 bzw. markus.brandstetter@bad-wurzach.de zu erreichen.