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Wurzacher Feuerwehr künftig mit "innovativem Hygieneschutzanhänger"

Dank großzügiger Spende der Verallia Deutschland AG und vielen kreativen Ideen der örtlichen Feuerwehr können die Einsatzbedingungen für die Feuerwehr optimiert werden. Bei einem aktuellen Pressetermin stellten Feuerwehrkommandant Rolf Butscher und Stellvertreter Jürgen Herdrich stolz die Neuerungen des „Hygieneschutzanhängers“ vor.

„Manchmal kommen gute Ideen und passende Finanzmittel einfach genau zum richtigen Zeitpunkt zusammen“, waren sich alle Beteiligten zuletzt bei der Vorstellung des Hygieneanhängers einig. Die Verallia Deutschlang AG (Glasfabrik Bad Wurzach) wollte angesichts der seit Monaten andauernden Pandemie mit einer Spende ein Zeichen für gemeinnützige Zwecke setzen. Und die Feuerwehr war gleichzeitig froh über ein Projekt, das die Einsatzbedingungen essentiell verbessert.

Wozu der neue Hygienehänger im Einsatz gebraucht wird und welche Ausrüstung dieser beinhaltet, führten Kommandant Rolf Butscher und Stellvertreter Jürgen Herdrich beim Pressetermin mehr als eindrücklich vor. „Die Einsätze finden oft unter besonderen Bedingungen statt“, so Butscher. „Gerade bei länger andauernden Leistungen gibt es Herausforderungen“. Wo gibt es eine geeignete Toilette? Wo kann man sich kurzfristig abwaschen? Wo gibt es Liegemöglichkeiten für Erschöpfte oder Verletzte? Wo kann man sich wieder in trockene Kleidung umziehen? - Nur einige von vielen Fragen bei den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen in Einsätzen der Feuerwehr!

Der neue Anhänger, der sehr flexibel an unterschiedlichste Fahrzeuge angekoppelt werden kann, bringt die notwendige Ausrüstung mit sich! Vom Generator über Dixi-Toilette bis hin zu Wechselkleidung oder Desinfektionsmitteln. All diese Dinge kann die Feuerwehr künftig deutlich flexibler zu Einsätzen mittransportieren.

Bürgermeisterin Alexandra Scherer stellte entsprechend beim „offiziellen Übergabetermin“ die kreative Leistung der Beteiligten heraus. „Dass es eine solche Ausrüstung künftig gibt, ist nicht selbstverständlich. Die besondere Kameradschaft und Kreativität vor Ort hat diese Innovation erst möglich gemacht“.

Joachim Böttiger, Vorstandsmitglied bei der Verallia, betonte ebenfalls die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Stadt. „Wir sind sehr froh über den unproblematischen Austausch“. Gerade bei größeren Einsatzfällen sei man schließlich auch auf einen funktionierenden Austausch mit der freiwilligen Feuerwehr angewiesen. „Zum Glück haben wir hier gegenseitig gute Kontakte - und haben daher auch als privater Betrieb sehr gerne unsere Unterstützung gezeigt.“

Neben zwei geschlechtergetrennten Toiletten finden auf dem neuen Hygieneanhänger ein flexibles Waschbecken, Kleinteile in verschiedensten Boxen, Wechselkleidung und vieles mehr Platz. „In dieser Art ist der Hänger der erste mit vergleichbarer Ausstattung in der Region“ so Butscher. „Aber wir müssen einfach auch kreativ bleiben, um den Feuerwehrdienst und die Einsatzbedingungen für alle Beteiligten tragbar und attraktiv zu halten“.

„Eine tolle Idee, und einfach gelungen umgesetzt“, war Joachim Böttiger als Finanzgeber für das Projekt sichtlich beeindruckt vom Engagement der Feuerwehr. Ein Lob, das Rolf Butscher gerne entgegennahm. „Wir leben einfach auch vom guten Austausch mit der Verallia und der dortigen Werksfeuerwehr. Das bietet uns Übungsmöglichkeiten für Extremfälle, gegenseitig aber auch das Vertrauen zur Unterstützung bei besonderen Situationen.