Hat der Bau Auswirkungen auf Kraniche oder andere seltene Tiere im Ried? Müssen innerhalb des Naturschutzgebietes wirklich Tierarten umgesiedelt werden?
Neben der faunistischen Untersuchung wurde auch eine spezielle Artenschutzprüfung erstellt. Die naturschutzfachlichen Berichte sind in der finalen Abstimmung und werden auch wesentlicher Teil des Bauantrags mit Antrag auf Befreiung von der Naturschutzgebietsverordnung. Bei der umfangreichen speziellen Artenschutzprüfung konnten von 300 untersuchten Vogelarten 88 Vogelarten im Untersuchungsgebiet festgestellt werden. Bei der faunistischen Untersuchung wurden Reptilien und Fledermäuse am geplanten Standort festgestellt.
Im Ergebnis sind bei den CEF-Maßnahmen drei Reptilienhabitate zu errichten, zu pflegen und einem Monitoring zu unterziehen. Von den drei Reptilienhabitaten sind zwei bereits errichtet und eines ist in Planung. Für die Fledermausarten wurden insgesamt 24 Nisthilfen ausgebracht. Das Monitoring wurde bereits beauftragt. Ebenfalls sind für den Grauschnäpper bauzeitlich zwei Nisthöhlen ausgebracht worden.
Beim Übergang zu den Wiedervernässungsflächen am Torfkanal muss ein abschließbares Tor angebracht werden, um Übertritte von Besuchern zu vermeiden. Die Pfeifengraswiesen vor dem Tor des Haidgauer Torfwerkes sind besonders schützenswert und beherbergen seltene Orchideen- und Enzianarten. Entsprechend sind hier Tafeln anzubringen, die die Besucher auf den sensiblen Bereich hinweisen.
Am Stuttgarter See brüten eine Vielzahl von weniger störungsempfindlichen Wasservögeln. Es wird empfohlen, dort mit einem Sichtschutz das Habitat jedoch aufzuwerten. Einzelheiten sind noch abzustimmen.