Sepp Mahler - Bilder kehren ins Leprosenhaus zurück
Erstelldatum04.09.2026
Die Werke des Bad Wurzacher Künstlers sind nach der Ausstellung in Stuttgart wieder im Leprosenhaus zu sehen. Ein besonderes Ausstellungsjahr für den Bad Wurzacher Künstler Sepp Mahler (1901–1975) setzt sich an seinem Geburtsort fort. Das Leprosenhaus, das älteste Gebäude Bad Wurzachs, erzählt Geschichte auf besondere Weise. Das ehemalige Siechenhaus aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute das Museum zur Geschichte des Hauses sowie das Sepp-Mahler-Museum. Nach der Neugestaltung der Außenanlagen lässt sich Geschichte nun auch im historischen Garten entdecken.
Das Leprosenhaus zeigt Geschichte – innen und außen
Sepp Mahler - Bilder kehren ins Leprosenhaus zurück
Die Werke des Bad Wurzacher Künstlers sind nach der Ausstellung in Stuttgart wieder im Leprosenhaus zu sehen. Ein besonderes Ausstellungsjahr für den Bad Wurzacher Künstler Sepp Mahler (1901–1975) setzt sich an seinem Geburtsort fort: Nach der Ausstellung „Leben … trotz alledem!“ im DGB-Haus Stuttgart sind die dort gezeigten Werke nun wieder im Leprosenhaus Bad Wurzach zu sehen – an jenem Ort, an dem Mahler am 30. Mai 1901 geboren wurde. Anlässlich seines 125. Geburtstags widmete sich die Ausstellung vom 28. Mai bis 10. Juli 2026 dem Leben und Werk des Malers und Dichters. Gezeigt wurden unter anderem Gemälde aus dem Besitz der Stadt Bad Wurzach sowie Werke aus dem Nachlass seiner Tochter Adelgund Mahler.
Mahler, auch als „Philosoph der Landstraße“ bekannt, setzte sich in seiner Kunst und Literatur mit dem Menschen, der Natur und dem einfachen Leben auseinander. Besonders das Wurzacher Ried prägte ihn und wurde zu einem zentralen Motiv seines Schaffens. Seine Werke verbinden Naturverbundenheit, soziales Bewusstsein und persönliche Lebensphilosophie. Das Leprosenhaus, eines der ältesten Gebäude Bad Wurzachs, bietet dafür einen authentischen Rahmen. Das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute ein Museum zur Geschichte des Hauses sowie das Sepp-Mahler-Museum, das seit 1991 an den bedeutenden Sohn der Stadt erinnert. Die Rückkehr der Werke ermöglicht es, Kunst und Biografie dort zu erleben, wo Mahlers Lebensweg begann und seine Verbindung zur Heimat ihren Ursprung nahm. Das Leprosenhaus ist bis Ende Oktober jeden Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen finden jeweils am dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr statt. Ein Haus, zwei Geschichten: Mittelalterliche Sozial- und Medizingeschichte trifft auf die Kunst- und Lebensgeschichte Sepp Mahlers – und macht das Leprosenhaus zu einem besonderen Ort regionaler Identität.
Das Leprosenhaus zeigt Geschichte – innen und außen
Das Leprosenhaus, das älteste Gebäude Bad Wurzachs, erzählt Geschichte auf besondere Weise. Das ehemalige Siechenhaus aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute das Museum zur Geschichte des Hauses sowie das Sepp-Mahler-Museum. Nach der Neugestaltung der Außenanlagen lässt sich Geschichte nun auch im historischen Garten entdecken. Bei der Neugestaltung wurden die historische Architektur und die bestehenden Beete bewahrt und durch eine neue Bepflanzung behutsam aufgewertet. Eine Infotafel informiert zudem über die Ereignisse des Bauernkriegs rund um den Leprosenberg. Am 14. April 1525 standen sich hier aufständische Bauern und Truppen des Schwäbischen Bundes gegenüber. Eine Gedenktafel erinnert seit 2025 an dieses regionale Ereignis.
Damit verbindet das Leprosenhaus verschiedene Kapitel der Bad Wurzacher Geschichte – vom mittelalterlichen Siechenhaus über den Bauernkrieg und die Torfarbeit bis zum Leben und Werk Sepp Mahlers. Am So., 20. September, lädt Kurator Bernhard Maier um 15 Uhr zu einer rund einstündigen Führung durch das Leprosenhaus ein. Ab 17 Uhr sorgt die „4er-Musig“ mit volkstümlichen Weisen für musikalische Unterhaltung. Das Museum ist an diesem Tag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für die Führung wird ein kleiner Unkostenbeitrag berechnet (Kosten: 1,50 Euro, mit Gästekarte frei, mind. 5 Personen) und das Konzert ist kostenlos, jedoch werden freiwillige Spenden gerne entgegengenommen. Regelmäßige Führungen finden noch bis Ende Oktober jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr statt.
