Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach
Reiterprozession zu Ehren der Heilig-Blut-Reliquie
Jährlich am zweiten Freitag im Juli findet in Bad Wurzach das traditionsreiche Heilig-Blut-Fest, auch "Blutfreitag" genannt, mit mehr 1.000 Reitern und mehreren tausend Wallfahrern und Besuchern statt. Der Bad Wurzacher Blutritt ist damit eine der größten Reiterprozessionen zu Ehren des Heiligen Blutes Christi in Europa. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Verehrung einer Heilig-Blut-Reliquie. Das blutgetränkte Tuchstück wird während der Prozession durch die Stadt und durch die Flure und Felder in einem vergoldeten Reliquiar mitgeführt. Alle Pferde sind festlich geschmückt und die Reiter tragen Festtagskleidung.
Nachdem die große Reiterprozession anlässlich des Heilig-Blut-Festes in den Jahren 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, die Verantwortlichen aber dennoch den Geist und den Kern des Hochfestes, die Verehrung des Heiligen Blutes, für die Wurzacher Bevölkerung erlebbar machen wollten, wurde eine zeitlose Broschüre zum Inhalt und Ablauf des Festes entwickelt. Die entsprechende Broschüre ist hier per Download PDF-Dokument2,28 MB09.11.2021 abrufbar.
Weitere Informationen rund um das Heilig-Blut-Fest Bad Wurzach:
Termin 2027
Das nächste Heilig-Blut-Fest wird am Freitag, 09.07.2027, stattfinden. Nähere Informationen folgen rechtzeitig im Vorfeld.
Rückschau Heilig-Blut-Fest 2026
2026 fand das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach am Freitag, 10. Juli, statt.
Bei der seit 1928 stattfindenden Reiterprozession werden in der Riedstadt seit vielen Jahren mehr als 1.000 Reiter und mehrere tausend Wallfahrer erwartet, die die Heilig-Blut-Reliquie verehren. Die Relique stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innocent XII., der diese 1693 einem deutschen Rompilger geschenkt hatte. Das Heilig-Blut-Fest in Bad Wurzach ist die zweitgrößte Reiterprozession in Mitteleuropa.
Festschrift 2026 (PDF-Dokument)
Presseberichte u. a.:
Beitrag Schwäbische Zeitung vom 10.07.2026
Beiträge Bildschirmzeitung: Bericht 1 (10.07.2026), Bericht 2 (10.07.2026), Bericht 3 (10.07.2026), Bericht 4 (11.07.2026), Bericht 5 (11.07.2026)
Geschichte
Im Mittelpunkt des heutigen Blutfestes in Bad Wurzach steht die Reliquie des Heiligen Blutes. Sie stammt aus dem Privatbesitz von Papst Innozenz XII., der sie im Jahr 1693 einem deutschen Rompilger schenkte. Das blutgetränkte Tuchstück war damals in einer goldenen Kapsel verschlossen. Als die Reliquie 1763/64 mit den Paulanerbrüdern auf den Gottesberg kam, wurde sie in eine kleine vergoldete Monstranz eingefügt. Bald wallfahrten Gläubige zum heiligen Blut, das am sogenannten Blutfreitag zum Küssen dargestellt wurde. Nach der Säkularisation 1806 war die Wallfahrt beinahe in Vergessenheit geraten. Rund 100 Jahre später erwachten die ersten Bemühungen, die Wallfahrt zur Reliquie in der Kapelle auf dem Gottesberg wieder durchzuführen. Schließlich wurde am 13. Juli 1928 das erste neue Heilig-Blut-Fest gefeiert, wie es noch heute zu erleben ist. Seit 1933 wird die abendliche Lichterprozession jedes Jahr am Sonntag vor dem Heilig-Blut-Fest durchgeführt.
Feierlichkeiten
Am Sonntag vor dem Heilig-Blut-Fest wird die Reliquie in einer abendlichen Lichterprozession durch die erleuchteten Straßen von der Kapelle auf dem Gottesberg in die Stadt übertragen.
Am zweiten Freitag im Juli jeden Jahres beginnt das religiöse Brauchtumsfest bereits um 7 Uhr mit dem Blutritt und der Prozession.
Prozessionsweg des Blutritts:
Abholung der Heilig-Blut-Reliquie in der Stadtkirche St. Verena
1. Stationsaltar am Schlossportal
2. Stationsaltar beim Josenhof
3. Stationsaltar in Truschwende
4. Stationsaltar in Reinstein
Anschließend führt die Prozession zum Gottesberg. Um 10.30 Uhr wird dort das feierliche Pontifikalamt mit einem Festprediger gehalten. Den Abschluss des Festtages bildet um 14.30 Uhr eine Bergpredigt auf dem Gottesberg.
Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg
Die barocke Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg, von der aus an klaren Tagen das Alpenpanorama bewundert werden kann, ist in mehrfacher Hinsicht bedeutungsvoll. Die Barockkirche zum Heiligen Kreuz entstand 1709 (Erweiterung 1712/13) und stellt eine kunsthistorische Sehenswürdigkeit dar. Die Heilig-Blut-Reliquie kam im 18. Jahrhundert auf den Gottesberg und befindet sich in einer Seitenkapelle. Seit 1921 leben Patres der Gemeinschaft der Salvatorianer auf dem Gottesberg, die in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste halten.
Gottesberg 1
Telefonnummer: 07564 948920
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